Schröpfen ist ein uraltes Heilverfahren und kann bereits bei den Ägyptern belegt werden. In der Indischen und Chinesischen Medizin war es ein wichtiger Bestandteil und in Europa wurde das Schröpfen durch die Säftelehre bekannt. Heute wird das Schröpfen zu den Ausleitungsverfahren gezählt.

Beim Schröpfen wird in sogenannten Schröpfgläsern oder Schröpfköpfe ein Unterdruck erzeugt. Diese Schröpfgläser werden direkt auf die Haut gesetzt. Der Unterdruck wird üblicherweise dadurch erreicht, dass die Luft im Schröpfkopf erhitzt und dieser sofort auf die Haut des Patienten gesetzt wird. Das Erhitzen erfolgt durch einen in Alkohol getauchten Wattebausch der jeweils angezündet wird. Alternativ kann der Unterdruck durch eine Absaugvorrichtung im Schröpfglas erzeugt werden. 

Die Lage der Schröpfstellen orientiert sich am Tastbefund, d. h. es wird im Bereich von muskuläre Verhärtungen geschröpft Je nach Lage der Schröpfstellen soll über den kutiviszeralen Reflex ein inneres Organ beeinflusst werden. Die Zuordnung der Organe zu den Hautstellen ist durch die Head- Zonen bekannt und lässt dadurch Rückschlüsse auf belastete innere Organe zu.

Die Behandlung dauert zwischen 10 und 30 Minuten

Es kann Lokal durch das Saugen beim Schröpfen ein Hämathom entstehen, der jedoch nach wenigen Tagen wieder verschwindet.

Bei der Schröpfkopfmassage wird das Schröpfglas auf unversehrte Hautstellen gesetzt, die zuvor eingeölt wurden. Der Schröpfkopf wird dann über eine bestimmte Stelle verschoben, was eine stärkere durchblutungsfördernde Wirkung als eine klassische Massage hat.

Das Schröpfen ist ein beliebtes Verfahren in der Alternativmedizin und lindert diverse Leiden. Schmerzzustände, psychosomatische Störungen und sogar organische Erkrankungen.

Durch die durchblutungsfördernde Wirkung werden zudem Menschen, die unter Durchblutungsstörungen, Müdigkeit und Schwächezuständen leiden, erfolgreich behandelt. Desweiteren geht man Kopfschmerzen und Muskelverspannungen therapeutisch mit Schröpfen an.

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